Zahnarzt Düsseldorf Dr. Tom Froböse

Endodontologie

Moderne Zahnwurzelbehandlung

Zur Definition Endodont: griechisch sinngemäß "das sich im Zahn befindende"

Weshalb wird eine endodontologische Behandlung notwendig:

Die häufigste Ursache von Zahnschmerzen ist ein entzündeter oder abgestorbener "Zahnnerv", verursacht durch unterschiedliche Ursachen wie tiefe Karies, Risse oder Spalten in Zähnen, undichte Füllungen oder auch durch einen Unfall. Der Zahnnerv wird in der Fachsprache als Zahnpulpa oder auch als Zahnmark bezeichnet, und besteht aus Nervenfasern, Blut und Lymphgefäßen sowie aus Bindegewebe.

Endodontologie Düsseldorf

Die entzündete Pulpa kann langanhaltende starke Zahnschmerzen verursachen, bis hin zum Absterben des Zahnmarks. Die Entzündungen können aber auch unbemerkt bleiben und erst durch eine Röntgenkontrolle festgestellt werden.

Wird die Entzündung nicht behandelt, so können die Bakterien die gesamte Zahnpulpa zerstören und dann ungehindert in den Kieferknochen eindringen. Dies kann dann zu Knochenabbau, eitrigen Entzündungen, einer allgemeinen Schwächung des Immunsystems oder zu Erkrankungen an anderen Stellen des Körpers führen.

Während bis Mitte des letzten Jahrhunderts rigoros marktote Zähne entfernt wurden, ermöglicht die heutige moderne Form der Wurzelbehandlung einen langfristigen Erhalt der Zähne.

Was ist eine Wurzelbehandlung:

Eine Wurzelbehandlung gliedert sich in verschiedene Behandlungsphasen, wobei es ganz entscheidend ist, dass die oft mikroskopisch feinen Wurzelkanäle von eingedrungenen Bakterien befreit, desinfiziert und anschließend gefüllt werden. Die in früheren Zeiten oft sehr unangenehme Behandlung, ist heute dank verlässlicher Betäubungsmittel und moderner Behandlungstechniken in den meisten Fällen fast schmerzfrei möglich.

Die Behandlung in einzelnen Schritten:

1.) Öffnung des Zahnes

Nach ausreichender Anästhesie, wird der Zahn mittels eines Spanngummis (Kofferdamm) isoliert und so wird verhindert, dass Speichel in den Zahn übertritt und dass Spülflüssigkeiten in den Mundraum gelangen. Anschließend wird das Pulpagewebe entfernt und die Wurzelkanaleingänge müssen gefunden werden. Von ganz entscheidender Bedeutung ist es, alle existierenden Kanäle eines Zahnes zu finden, um dort die Bakterien entfernen zu können.

2.) Längenbestimmung

Während früher die Längenbestimmung einer Zahnwurzel mittels Röntgenbild erfolgte, bieten heute moderne, computergestützte, elektrische Verfahren eine ganz exakte Bestimmung der Wurzelkanallänge. Der hiermit erreichte Grad an Präzision, kann mit Röntgen allein nicht erreicht werden.

3.) Reinigung der Wurzelkanäle

Nach Definition der Kanallänge werden die Wurzelkanäle mit feinsten Instrumenten exakt gereinigt. Zusätzlich ist es wichtig desinfizierende Spülflüssigkeiten einzubringen, um alle Bereiche gründlich zu reinigen und alle Bakterien zu entfernen. Diese modernen Aufbereitungsverfahren erlangen heute Behandlungsergebnisse von einer Qualität, die vor wenigen Jahren noch nicht denkbar war.

4.) Wurzelkanalfüllung

Beim Füllen der Wurzelkanäle wird meist Guttapercha, ein elastisches Naturmaterial, in Kombination mit einem Kleber verwendet. Bei moderneren Füllungstechniken wird dieses Guttapercha warm in den Wurzelkanal eingebracht. Um den gesamten Hohlraum und auch die Seitenkanäle wanddicht aufzufüllen. Von entscheidender Bedeutung ist es, dass der gesamte Wurzelkanal dicht bis zur Wurzelspitze gefüllt ist, um ein erneutes Wachstum von Bakterien und damit eine Reinfektion zu verhindern. Nur so kann ein Zahn auch langfristig erhalten bleiben.

5.) Verschluss und Versorgung des Zahnes

Sind die Wurzelkanäle gefüllt, ist es von großer Bedeutung, dass die Zähne mit einer bakteriendichten dentinadhäsiven Füllung versorgt werden. Anschließend sollte zwingend die prothetische Versorgung mit einer Teilkrone oder einer Krone folgen, um Zahnfrakturen zu vermeiden.